Linksterrorismus und die moralische Wegwerfgesellschaft

Da haben die Berliner den Salat: Linksterroristen setzen einen empfindlichen Technikknotenpunkt der Bahn in Brand (Sachbeschädigung ist in diesen Kreisen ja mittlerweile Understatement) und rühmen sich am nächsten Tag auch noch mit ihren Taten .

Na gut, was könnte an einem brennenden Stromkasten der DB so schlimm sein? So einiges, zumal es keinen gewöhnlichen „Stromkasten“ getroffen hat. Zehntausende Pendler mussten auf ihren Zug verzichten, stundenweise fiel auch das Onlineangebot der Bahn aus. Dahingehend muss man den Terroristen schon Respekt zollen: das war ein wirkungsvoller Schlag.

Doch wie reagiert die Politik? Heute haben sämtliche Parteien (aus Imagegründen auch die regierende Linkspartei) den Anschlag natürlich verurteilt. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion jedoch, Thomas Kleineidam, gibt der Deutschen Bahn indirekt die Schuld an dem Schlamassel…schließlich sollte die Bahn mal ihre Sicherheitsstandards überdenken.  Und das hat in Berlin leider Methode: linksterroristische Anschläge oder Übergriffe werden hingenommen, mitunter abgewiegelt („es gibt keine linke Gewalt“) oder die Schuld ganz einfach bei den Opfern gesucht…Herr Kleineidam würde wahrscheinlich auch einem Vergewaltigungsopfer vorwerfen, es habe zu kurze Kleidung getragen und die Vergewaltigung damit provoziert.

Aber daran seid ihr leider auch selbst schuld, liebe Berliner. Ihr habt euren Senat schließlich selbst gewählt und wisst, welche Menschen ihr damit in euer Parlament votiert habt (ich  bezweifle allerdings auch, dass die Vertreter von CDU und FDP eine bessere Politik machen würden, aber davon mal abgesehen.). Die regierenden Parteien verschreiben sich aber so eifrig dem Kampf gegen rechts™  und stellen „rechte“ Politik in den ewig langen Schatten der Vergangenheit, dass sie damit linke Gewalt legitimieren. Es ist das einfachste Schwarzweiß-Bild der Politik: wenn rechts böse ist, muss links gut sein. Und was Links macht, ist auch gut. Differenziertes Denken ist den meisten Menschen, die sich tagein,tagaus von den öffentlich zugänglichen Verdummungsmaschinerien berieseln lassen, völlig abhanden gekommen. Was wir haben ist ein leeres Schlachtfeld der Moralpolitik, das die Linksextremen mit einer Selbstverständlichkeit für sich beanspruchen, dass man sich nur noch an den Kopf fassen kann.

Wo soll das alles noch hinführen, wenn die Berliner Politik nicht einschreiten will? Gerade nach diesem geglückten Anschlag darf davon ausgegangen werden, dass die Freunde der sinnlosen Zerstörungswut wieder ein passendes Ziel finden. Und so wird das auch weitergehen, bis sich endlich jemand traut, es auszusprechen: es gibt linke Gewalt, und sie gehört bekämpft.

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