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Gedanken zur Wochenmitte

Posted in Alltagsgeschehen, Freiheit, Politik with tags , , , , , , , , , , , , , on 8. Juni 2011 by noergelbuerger

Ich habe den Brückentag genutzt und einen wunderbaren Kurzurlaub am Meer verbracht. Endlich mal weit weg von Angies, Nazis,  Sozis und sonstigen Spinnern, die unser Land mit Karacho in die nächste Krise reinreiten.

EHEC-kein mittelklassiger Eishockeyclub

Kaum zurück, ist man wieder im typischen Alltagstrott gefangen und man fragt sich, ob sich die Deutschen nicht selbst langsam lächerlich vorkommen: nachdem man völlig aus der Luft gegriffene Verzehrwarnungen für spanische Gurken (Deutsche, kauft nicht beim Spanier!) lanciert hat, sind jetzt irgendwelche Sprossen schuld…ach nee, doch nicht. Die Suche geht weiter. Man kam übrigens auf die Sprossen, weil man eine Packung derselben bei einem der Opfer im Kühlschrank fand. Ich möchte mal schwer hoffen, dass man demnächst eine EHEC-Warnung für Bier herausgibt…so bleibt dann wenigstens mehr für mich übrig.

Dieses ganze EHEC-„Fieber“ (scnr) lenkt uns auch brav von all den anderen Vorkommnissen in der Welt ab. So ist Herr Gaddafi immer noch dabei, sein eigenes Land in Schutt und Asche zu legen, in Syrien werden Kinder zu Tode gefoltert und im Jemen wird weiterhin munter auf das eigene Volk geschossen. Aber hauptsache ist, wir kriegen Angst vor Gurken.

Danke, Mutti

Wenigstens können wir anders in der Welt glänzen. Mutti ist ja gerade beim Barack und kriegt dort neben 19 Salutschüssen auch noch die „Freiheitsmedaille“ überreicht. Natürlich habe ich mir die Vorberichte, die mich sehr an die Hochzeit von Willi und Käthe erinnerten, angetan und kam nicht umhin, bei Obama mimische Anzeichen für den Ausdruck von Sarkasmus und Ironie zu suchen. Schließlich nannte er Mutti ja eine „eloquente Kämpferin für die Freiheit“, was er ja nun wirklich nicht ernst meinen konnte. Das dürfte er spätestens dann gemerkt haben, als Mutti ihre schnell noch im Flugzeug zu Bruchteilen auswendig gelernte Rede in einem derart lahmarschigen Ton wiedergab als wüsste sie nicht einmal, wie man Eloquenz überhaupt buchstabiert und wo sie überhaupt sei. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte ein Schüler diese Rede geschrieben, so voller Klischees und abgedroschenen Textbausteinen starrend war die Rede auch inhaltlich.Und was die „Freiheit“ angeht, so wollen wir die Kanzlerin der Vorratsdatenspeicherung mal lieber nicht die lange Liste an unfreiheitlichen Verfehlungen vorhalten…es würde den Rahmen dieses süßen kleinen Blogs sprengen.

UNO zerstört Weltkulturerbe

Als wäre Muttis Auftritt beim Meister des unterdrückten Lachens nicht schon peinlich genug, profiliert sich die UNO als neue Weltorganisation des schlechten Humors. So will sie tatsächlich die Taliban nicht länger als terroristische Organisation ansehen. Wer hier einen Aufschrei der Länder, die in Afghanistan bereits dutzende Soldaten verloren haben, erwartet, der sieht sich bitter enttäuscht. Und gerade natürlich Deutschland, das erst in der letzten Woche mehrere Tote zu beklagen hatte, hält natürlich brav die Schnauze. Aber das ist auch verständlich: schließlich greifen hierzulande ja gerade die Killertomaten an.

Was bleibt ist die Resignation: Deutschland dreht sich um sich selbst, jeder weiß alles besser und hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.