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Norwegen – Trauer und Fragen

Posted in radikal, rechtsextremismus with tags , , , , , , , , , on 23. Juli 2011 by noergelbuerger

Eins möchte ich direkt zu Beginn klarstellen: ich bin entsetzt über die Taten in Norwegen und spreche den Angehörigen aller Opfer natürlich mein Beileid aus.

Dennoch muss man sich einige Fragen stellen:

  1. warum dachten sowohl Medien, als auch „Otto Normalverbraucher“ sofort an einen islamischen Hintergrund?
  2. warum war es dem Attentäter möglich, unerkannt zwei Autobomben zu zünden?
  3. warum war es dem Attentäter möglich, fast 100 Jugendliche in einem Camp zu töten?
  4. welche Folgen wird das Attentat haben?
Natürlich kann ich nicht jede Frage beantworten, versuche jedoch einen logischen Ansatz zu finden.
Zu 1.) :
Die Menschen sind in ihrem Denken größtenteils sehr einfach geprägt, nicht zuletzt auch wegen der einfachen Bilder, die die Medien zeichnen. Man folgt einfach der Formel „Autobombe=Beirut=islamischer Täter“ . Bislang hatte man auch keinen Grund, von dieser Formel abzuweichen, hört man doch tagtäglich von ähnlichen Anschlägen in Pakistan, Afghanistan oder im Irak. Dort sind es meist islamische „Freiheitskämpfer“ oder Taliban, die ihren politischen Forderungen durch Anschläge einen entsprechenden Nachdruck verleihen wollen. War es also unlogisch, als erste Vermutung einen islamischen Terrorakt zu haben? Diese Frage stellt sich angesichts der globalen Terrorgefahr jeder einmal selbst (und hinterlässt hier nach Bedarf einen Kommentar)
Zu 2.):
Natürlich kann ich hier nur vage Vermutungen anstellen. Ich bin weder Polizist, noch Experte für innernorwegische Sicherheitsangelegenheiten. Dennoch scheint es schon ziemlich verwunderlich, dass ein einzelner Täter unerkannt zwei Autobomben zünden kann, zumal der Anschlag nicht irgendwo, sondern im Regierungsviertel stattfand. Selbst die Erklärung, der Täter habe wohl eine geklaute Polizeiuniform getragen und die Bomben per Fernzündung betätigt, scheint ob der minutiösen Vorbereitung, die eine solche Tat erfordert, ziemlich mau. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand unerkannt einen solchen Anschlag vorbereitet und ausführt…und schon gar nicht als Einzelperson. Entweder haben wir es hier mit einem Netzwerk von Rechtsextremen zu tun, oder Norwegen sollte dringend strengere Waffenkontrollen einführen…irgendwo muss der Mann seinen Sprengstoff ja gekauft haben.
Zu 3.):
Auch hier kann man nur vermuten. Das Camp war nach Medienberichten kein „normales“ Camp, sondern eines mit politischem Hintergrund. Es versammelten sich dort jugendliche Anhänger der regierenden sozialdemokratischen Partei Norwegens. Auch ein Besuch des Ministerpräsidenten Stoltenberg war für den gestrigen Tag geplant. Nun könnte jeder vermuten, dass bei einem solch großen und offenbar wichtigem Camp entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden…immerhin hat sich der Regierungschef angekündigt. Dennoch hatte der Attentäter die Möglichkeit, sich ohne Ausweis und mit Polizeiuniform bekleidet, 84 Jugendliche zu erschießen. Gab es also keine Sicherheitsbeamten, keinen Polizeischutz oder wenigstens einen privaten Sicherheitsdienstleister? Kann ein Mann alleine wirklich innerhalb kürzester Zeit 84 Menschen töten? Hier bleiben Fragen offen, die die norwegische Polizei auch nach ihrer Pressekonferenz nicht erläutern wollte.
Zu 4.):
Nach ersten Meldungen scheint der Täter ein Rechtsextremer zu sein, wobei die Medien sich dieses Wortes natürlich nicht bedienen. Nein, für sie ist er ein „Anhänger des rechten Spektrums“, was natürlich „normale“ rechte Politiker und Anhänger diskreditiert. Jemand, der offenbar freimütig fast 100 Leute tötet, ist in meinen Augen kein Rechter, sondern ein Rechtsextremer. Hier scheint sich endlich die Gelegenheit zu bieten, gegen den voranschreitenden „Rechtspopulismus“ zu feuern…und diese Gelegenheit lässt sich ein aufrechter „Kämpfer gegen rechts“ natürlich nicht entgehen. Schließlich ist jeder „Rechtspopulist“ per se ein Menschenfeind und potenzieller Mörder. Merkwürdigerweise schießt die eher konservative „Welt“ als erstes großes Blatt los. Man fragt sich natürlich, was die Medien schreiben würden, wenn es tatsächlich ein islamischer Einzeltäter gewesen wäre. Möglich wären Äußerungen a la “ was haben wir dem Mann nur getan, dass er dermaßen ausflippen kann? Wir müssen in Dialog mit ihm und seinen Freunden treten“…während man genau das Gegenteil mit dem jetzigen Verdächtigen tut, der mE unentschuldbares getan hat und dafür auf ewig im Knast zu schmoren hat. Dennoch geht mir dieses moralische Ungleichgewicht unserer Gesellschaft seit Jahren auf den Keks…aber das wissen die werten Leser meines kleinen Blogs ja bereits.

…was passiert eigentlich in Berlin?

Posted in linksextremismus with tags , , , , on 6. Juni 2011 by noergelbuerger

Wir erinnern uns: vor ein paar Wochen verübten Berliner Linksextreme einen Anschlag auf einen empfindlichen Knotenpunkt der Berliner S-Bahn. Eine bis dahin unbekannte Gruppe von Linksfaschisten bekannte sich auch prompt zu dem Anschlag, was aber von der Berliner Politikerkaste geflissentlich ignoriert wurde..schließlich ist „links sein“ gerade in Berlin mehr als angesagt. Also ist der Anschlag auch nicht weiter schlimm.
Das scheint auch der Grund zu sein, warum man überhaupt nichts mehr zu diesem Thema sagt. Aber das ist natürlich auch nicht weiter verwunderlich, da der Berliner Senat derartigen Anschlägen eine politische Legitimation verleiht (Stichwort: Kampf gegen rechts™). Somit ist es natürlich auch viel interessanter, auf verseuchte Gurken zu achten oder die komplette Energieversorgung umzukrempeln, als sich mit dem wachsenden Terror von links zu befassen.

Man darf gespannt sein, wie lange die Berliner Politiker-Herrenklasse noch auf sich warten lässt und statt der warmen Worte Taten folgen lässt.

 

Linksterrorismus und die moralische Wegwerfgesellschaft

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , on 24. Mai 2011 by noergelbuerger

Da haben die Berliner den Salat: Linksterroristen setzen einen empfindlichen Technikknotenpunkt der Bahn in Brand (Sachbeschädigung ist in diesen Kreisen ja mittlerweile Understatement) und rühmen sich am nächsten Tag auch noch mit ihren Taten .

Na gut, was könnte an einem brennenden Stromkasten der DB so schlimm sein? So einiges, zumal es keinen gewöhnlichen „Stromkasten“ getroffen hat. Zehntausende Pendler mussten auf ihren Zug verzichten, stundenweise fiel auch das Onlineangebot der Bahn aus. Dahingehend muss man den Terroristen schon Respekt zollen: das war ein wirkungsvoller Schlag.

Doch wie reagiert die Politik? Heute haben sämtliche Parteien (aus Imagegründen auch die regierende Linkspartei) den Anschlag natürlich verurteilt. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion jedoch, Thomas Kleineidam, gibt der Deutschen Bahn indirekt die Schuld an dem Schlamassel…schließlich sollte die Bahn mal ihre Sicherheitsstandards überdenken.  Und das hat in Berlin leider Methode: linksterroristische Anschläge oder Übergriffe werden hingenommen, mitunter abgewiegelt („es gibt keine linke Gewalt“) oder die Schuld ganz einfach bei den Opfern gesucht…Herr Kleineidam würde wahrscheinlich auch einem Vergewaltigungsopfer vorwerfen, es habe zu kurze Kleidung getragen und die Vergewaltigung damit provoziert.

Aber daran seid ihr leider auch selbst schuld, liebe Berliner. Ihr habt euren Senat schließlich selbst gewählt und wisst, welche Menschen ihr damit in euer Parlament votiert habt (ich  bezweifle allerdings auch, dass die Vertreter von CDU und FDP eine bessere Politik machen würden, aber davon mal abgesehen.). Die regierenden Parteien verschreiben sich aber so eifrig dem Kampf gegen rechts™  und stellen „rechte“ Politik in den ewig langen Schatten der Vergangenheit, dass sie damit linke Gewalt legitimieren. Es ist das einfachste Schwarzweiß-Bild der Politik: wenn rechts böse ist, muss links gut sein. Und was Links macht, ist auch gut. Differenziertes Denken ist den meisten Menschen, die sich tagein,tagaus von den öffentlich zugänglichen Verdummungsmaschinerien berieseln lassen, völlig abhanden gekommen. Was wir haben ist ein leeres Schlachtfeld der Moralpolitik, das die Linksextremen mit einer Selbstverständlichkeit für sich beanspruchen, dass man sich nur noch an den Kopf fassen kann.

Wo soll das alles noch hinführen, wenn die Berliner Politik nicht einschreiten will? Gerade nach diesem geglückten Anschlag darf davon ausgegangen werden, dass die Freunde der sinnlosen Zerstörungswut wieder ein passendes Ziel finden. Und so wird das auch weitergehen, bis sich endlich jemand traut, es auszusprechen: es gibt linke Gewalt, und sie gehört bekämpft.